Thein Pe Myint, oder: Wie ein Moderner Mönch die burmesische Literatur revolutionierte
Tuesday, January 25th, 2005Burma, Birma, Myanmar… wie heißt dieses Land denn nun eigentlich? Eine eindeutig richtige Antwort gibt es nicht, mit der Benutzung eines jeden Namens schlägt man sich in ein politisches Lager und keines davon ist unbedenklich. Burma war der Name des Landes zur Kolonialzeit, so verstanden die Engländer das Wort, das die dortige größte Bevölkerungsgruppe, die Bama, als Bezeichnung für sich und ihr Land angaben. Birma ist wohl die eingedeutschte Version des Wortes. Seit 1989 jedoch besteht das herrschende Militärregime auf den Namen Myanmar, der schon seit über 1000 Jahren gleichbedeutend mit dem Begriff Bama verwendet wird. Mit der Umbenennung sollte endgültig ein Strich unter die Kolonialzeit gezogen werden und ein neues Kapitel als selbständiges Land aufgeschlagen werden. Dieser neue/alte Name wird jedoch von vielen Kritikern, allen voran den USA und der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi aus Protest gegen die Militärregierung nicht benutzt.
Ich möchte weder Kolonialzeit, noch Militärregime gutheißen, will aber auch nicht immer sämtliche Namen nennen oder um den heißen Brei herumreden, darum benutze ich im Folgenden, auch aus Sympathie zu Aung San Suu Kyi, den Begriff Burma.
Wie schon am Namensstreit zu erkennen, ist Burmas Geschichte kompliziert, wechselhaft und interessant. Unschwer zu erraten, dass sich dies auch auf die Literatur des Landes niederschlägt.
Leider ist nicht viel übersetzt, aber hier und da finden sich zum Glück doch ein paar Werke wichtiger burmesischer Schriftsteller.
Einer, von dem man auch ohne Burmesischkenntnisse relativ viel lesen kann, ist der Politiker, Kommunist, Journalist und eben Schriftsteller Thein Pe Myint (auch: Dhein Pe Mjin oder Thein Pei Myint).
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