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Wasabi http://wasabi.maccorama.de Blog für japanische und südostasiatische Literatur Thu, 04 Dec 2008 15:02:43 +0000 http://wordpress.org/?v=2.6.5 en Dinner with Murakami http://wasabi.maccorama.de/2008/12/04/dinner-with-murakami/ http://wasabi.maccorama.de/2008/12/04/dinner-with-murakami/#comments Thu, 04 Dec 2008 15:02:43 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2008/12/04/dinner-with-murakami/ Heute abend wird im JDZB der Dokumentarfilm “Dinner with Murakami” gezeigt.
Auf der Webseite des Zentrums heißt es dazu: “Der Dokumentarfilm über Japans bekanntesten Gegenwartsautor Murakami Haruki gewann dieses Jahr den Publikumspreis “Bester Dokumentarfilm” beim Festival asian hot shots berlin. Der jungen chinesich-stämmigen Regisseurin Yan Ting Yuen gelingt es, Murakamis “Welt” in scheinbar zufällig gefilmten und dennoch poetisch strukturierten Bildern einzufangen.”
Klingt gut und der Eintritt ist auch frei!
Nix wie hin :)

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Akutagawa Ryunosuke oder: nur nicht den Kopf verlieren! http://wasabi.maccorama.de/2007/08/07/akutagawa-ryunosuke-oder-nur-nicht-den-kopf-verlieren/ http://wasabi.maccorama.de/2007/08/07/akutagawa-ryunosuke-oder-nur-nicht-den-kopf-verlieren/#comments Tue, 07 Aug 2007 15:35:29 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2007/08/07/akutagawa-ryunosuke-oder-nur-nicht-den-kopf-verlieren/ Das e-Journal Japan Focus, dessen Artikel eigentlich immer äußerst interessant und von bekannten Wissenschaftlern geschrieben sind, hat vor ein paar Tagen eine Kurzgeschichte von Akutagawa Ryunosuke in englischer Übersetzung von Jay Rubin veröffentlicht. Jay Rubin dürfte englischsprachigen Lesern japanischer Literatur des 20. Jahrhunderts durch seine Murakami Haruki Übersetzungen wohlvertraut sein. Letztes Jahr erschien ein Reprint von Akutagawas bekanntestem Buch, der Kurzgeschichtensammlung “Rashomon“, aus der auch die Vorlage für den großartigen Film gleichen Namens stammt, neu übersetzt von Jay Rubin und mit einem Vorwort versehen von - Murakami Haruki - um den Kreis wieder zu schließen. In diesem Band findet sich die “Story of a Head That Fell Off”, die nun bei Japan Focus nachzulesen ist.
Geschrieben 1917, aber von wohl immerwährender Aktualität handelt sie von menschlicher Schwäche und Dummheit, die zu großen und kleinen Kriegen führt, aber auch von Momenten der Einsicht. Aus diesen Hoffnung zu schöpfen wäre aber wohl leider naiv, denn wie heißt es in der Geschichte: “It is important–even necessary–for us to become acutely aware of the fact that we can’t trust ourselves. The only ones you can trust to some extent are people who really know that.”
Lesen dringend empfohlen und dann am besten gleich den ganzen Band (auch die deutsche Fassung ist sehr gut) zulegen. Meiner Meinung nach ein Kernstück jedes gutsortierten Bücherregals!

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Stephan Valentins Weiße Eichen, oder: immer mal wieder was anderes http://wasabi.maccorama.de/2007/06/11/stephan-valentins-weisse-eichen-oder-immer-mal-wieder-was-anderes/ http://wasabi.maccorama.de/2007/06/11/stephan-valentins-weisse-eichen-oder-immer-mal-wieder-was-anderes/#comments Mon, 11 Jun 2007 05:39:01 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2007/06/11/stephan-valentins-weisse-eichen-oder-immer-mal-wieder-was-anderes/ Nun bin ich also in Japan, dem Land, dessen Literatur ich die letzten Jahre über so vollständig es die Übersetzungslage zulässt mit mal mehr, mal weniger vernehmlichen Schmatzen aufgesaugt habe und über was schreibe ich jetzt ausgerechnet: einen deutschen, in Paris lebenden Autor! Wie der Titel schon sagt: immer mal wieder was anderes, auch auf Wasabi. Ein kleiner literarischer Ausflug nach Europa kann nicht schaden, schließlich gibt es überall auf der interessante Entdeckungen zu machen. Zumal Stephan Valentin nicht nur Autor ist, sondern auch Schauspieler und Kinderpsychologe, ständig Reisender und hat auch schon in Armenkrankenhäusern an der Elfenbeinküste und in Bombay gearbeitet. So hat er sich ein Auge für menschliche Charakterzüge, Empfindungen und Probleme angeeignet, die wohl überall auf der Welt zu finden und nachzuvollziehen sind. Schon sein Debütroman “Der Ameisenfeind” fand großes Echo, trägt das UNICEF Emblem, da ein Teil des Preises jedes verkauften Exemplares Kindern in Not zu Gute kommt, wurde mehrfach übersetzt und soll mit Katja Riemann verfilmt werden.
Nun ist beim Pfefferkorn Verlag sein neuer Roman erschienen, Weiße Eichen, der auch wieder genau da ansetzt, wo die meisten Menschen aufhören ehrlich von sich selbst zu erzählen. Verschiedene Charaktere werden anhand kurzer Kapitel vorgestellt, erst nach und nach erkennt der Leser die Verknüpfungen der Leben der Protagonisten. Dann aber zurrt sich das Netz, das sie alle zusammenschnürt immer enger und enger zusammen. Langsam und schmerzhaft, bis kein Entrinnen mehr möglich ist, ohne dass die kleinen Welten, in denen jeder der Beteiligten bis dahin lebte, zerschellen.
Dies klingt und ist alles sehr tragisch und doch schafft es der Autor immer wieder mit seinen einfachen, aber zielsicheren Sätzen und originellen Formulierungen auch ein Schmunzeln hervorzurufen. So wird mit Besteck auf einem Steak “geritten” und ganz beiläufig “betreibt ein Alpenveilchen auf dem Fensterbrett Photosynthese”. Diese Kleinigkeiten bleiben hängen, genauso wie das Gefühl der Zerrissenheit, das die Charaktere ausstrahlen.
Dieses Gefühl ist eine Gemeinsamkeit der ansonsten so unterschiedlich scheinenden Protagonisten: von einem lesbischen Pärchen auf der Suche nach einem Samenspender, über einen gerade aus der Haft entlassenen jungen Mann und seine Mutter, ein in Hassliebe gefangenes altes Ehepaar mit schwerwiegender Vergangenheit, einen Barmann, einen unglücklichen Transvestit, bis zu einem Arzt und seiner Familie.
Diese alle auf nur 140 Seiten glaubhaft und tiefgreifend darzustellen und miteinander zu verknüpfen ist ein Kunststück, das Stephan Valentin gelungen ist. Wie spannend und kurzweilig dies ist, sollte jeder für sich selbst entdecken!

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The Box Man http://wasabi.maccorama.de/2007/03/11/the-box-man/ http://wasabi.maccorama.de/2007/03/11/the-box-man/#comments Sun, 11 Mar 2007 18:11:44 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2007/03/11/the-box-man/ Nachdem ich ja schon vor langem mal ausführlich über Abe Kobo geschrieben habe, möchte ich hier einen Kurzfilm empfehlen, der auf dem Roman The Box Man von eben diesem Autor basiert. Schöne Sache!

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Natsume Sosekis Botchan, oder: ein Edoko in der Provinz http://wasabi.maccorama.de/2006/10/19/natsume-sosekis-botchan-oder-ein-edoko-in-der-provinz/ http://wasabi.maccorama.de/2006/10/19/natsume-sosekis-botchan-oder-ein-edoko-in-der-provinz/#comments Thu, 19 Oct 2006 14:30:03 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2006/10/19/natsume-sosekis-botchan-oder-ein-edoko-in-der-provinz/ Erst in den letzten Tagen kam ich endlich dazu den Klassiker “Botchan” (“Der Tor aus Tokio” auf Deutsch) zu lesen. Daraufhin kann ich sagen, die Beliebtheit dieses Romans wundert mich nicht. Die Geschichte des jungen aus Tokyo stammenden “Botchan” (eigentlich ist dies der Kosename, den sein Kindermädchen ihm gab), der recht leichtfertig und sprunghaft durchs Leben schlittert ist sehr amüsant. Mit viel Ironie und Humor werden Charaktere geschildert, auf die er trifft und mit denen er meist aneckt. Stadt- und Landmenschen werden hierbei gleichermaßen auf die Schippe genommen und die geschilderten Charakter, die sicher als typisch für ihre jeweiligen Herkunftsregionen in Japan gelten morgen, sind wohl doch überall in der Welt wieder zu entdecken. So ist der Roman von Natsume Soseki gleichzeitig sehr japanisch und doch universell.
Die Probleme eines echten “Edoko” einem “Kind Tokyos”, der direkt nach Beendigung seiner Ausbildung ohne sich viel dabei zu denken eine Lehrerstelle in einer Provinzschule animmt, sind mehr oder minder ernst, manchmal haarsträubend und meistens wirklich witzig. Der Autor selbst hat einige Zeit auf dem Lande unterrichtet, was sicherlich der sehr lebendigen Erzählung zu Gute gekommen ist. Diese wurde sehr gut von Joel Cohn 2005 neu ins Englische übertragen. Die deutsche Übersetzung ist älter, und meiner Meinung nach kommt schon der Titel “Der Tor aus Tokio” etwas unglücklich daher und trifft nicht ganz den Geist des Buches. Dann ist mir das Beibehalten des Originaltitels, wie im Englischen, mit einer Erklärung im Vorwort doch sehr viel lieber. Auf Englisch las sich der Roman jedenfall sehr flott und unterhaltsam, was auf den anderen humorvollen Roman “Ich der Kater” des selben Autors nicht immer so zutrifft. Dieser hat zwar auch in seiner Darstellung der verschrobenen alten Gelehrten aus der Sicht eines ebenso etwas schrulligen Katers viele amüsante Momente und gibt viel vom Japan der Meiji-Zeit wieder, doch birgt er auch einige Längen, durch die ich mich etwas durchbeißen musste. Das ist bei Botchan überhaupt nicht der Fall.
Botchan mag vielleicht sprachlich kein Meisterwerk sein, doch ist die Geschichte mit soviel Charme erzählt, dass der Rang eines Klassikers nicht zu hoch erscheint.

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Rattawut Lapcharoensap oder: Wen ich beim Literaturfestival eigentlich nicht verpassen wollte http://wasabi.maccorama.de/2006/09/11/rattawut-lapcharoensap-oder-wen-ich-beim-literaturfestival-eigentlich-nicht-verpassen-wollte/ http://wasabi.maccorama.de/2006/09/11/rattawut-lapcharoensap-oder-wen-ich-beim-literaturfestival-eigentlich-nicht-verpassen-wollte/#comments Mon, 11 Sep 2006 17:31:06 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2006/09/11/rattawut-lapcharoensap-oder-wen-ich-beim-literaturfestival-eigentlich-nicht-verpassen-wollte/ Vom 5. bis zum 16. September läuft hier in Berlin das Internationale Literaturfestival. Wie immer sind auch dieses Jahr wieder einige asiatische Autoren anwesend und lesen aus ihren Werken. Letzte Woche Donnerstag war Rattawut Lapcharoensap aus Thailand zu sehen. Wer sich genauso ärgert wie ich, ihn nicht gesehen zu haben, dem sei sein dieses Jahr auf deutsch erschienener Kurzgeschichtenband “Sightseeing” empfohlen.
Der junge Autor, der in den USA geboren, in Thailand aufgewachsen ist und in beiden Ländern studiert hat, schildert in seinen Kurzgeschichten kritisch und mit Humor Leben in Thailand. Hierbei hilft ihm sicher das offene Auge desjenigen, der sowohl von “innen” wie auch von “außen” auf Land und das Leben der Leute dort zu schauen gelernt hat. In vielen seiner Geschichten kommen so auch Charaktere vor, die selbst ausländischen Hintergrund haben und es mit ihren thailändischen Mitmenschen nicht immer leicht haben. Und auch die Touristen bekommen gleich in der ersten Kurzgeschichte “Farang” ihr Fett ab: “Du bietest ihnen Geschichte, Tempel, Pagoden, Fischcurry, Tapiokadessert, Seidenweber-Kooperativen, aber sie wollen bloß wie Wilde auf einem riesigen grauen Vieh herumreiten und auf Mädchen herumkeuchen, und in der Zwischenzeit halb tot am Strand liegen und Hautkrebs kriegen.” Doch immer zeigt Lapcharoensap auch die andere Seite, lässt den Protagonisten sich hoffnungslos in eine Touristin verlieben oder stellt Seiten des Landes weit abseits vom Urlaubsparadies dar.
Eindrucksvoll ist die Geschichte “Priscilla aus Kambodscha”, von einem selbstbewussten Flüchtlingsmädchen, das die Ersparnisse ihrer Familie im Mund trägt, in Form von Goldzähnen!
Sehr lesenswert, auch wenn man sich hinterher vielleicht noch mehr ärgert, dass man nicht bei der Lesung war…

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Watashi aus dem hartgekochten Wunderland http://wasabi.maccorama.de/2006/05/16/watashi-aus-dem-hartgekochten-wunderland/ http://wasabi.maccorama.de/2006/05/16/watashi-aus-dem-hartgekochten-wunderland/#comments Tue, 16 May 2006 21:08:05 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2006/05/16/watashi-aus-dem-hartgekochten-wunderland/ Da in letzter und in nächster Zeit einige Romane von Murakami Haruki auf dem deutschen Büchermarkt neu und wieder erscheinen, ist der hierzulande berühmteste japanische Autor mal wieder groß im Gespräch. Es ist bekanntlich nicht das erste Mal, denn schließlich schaffte es Murakamis Roman “Gefährliche Geliebte” das Literarische Quartett zu sprengen und so nebenbei auch in die deutschen Bestsellerlisten zu gelangen. Da unter den wiedererschienenen auch mein Murakami-Favorit “Hard-boiled Wonderland und Das Ende der Welt” ist, hab ich mal einen kleinen Rundblick gewagt.

Ein super Lacher ist die herrlich steife Buch-Vorstellung dieses Romans, die man bei MDR Figaro anhören kann. Hier heißt es, der Held des Romans habe den Namen Watashi. Lustig: irgendwie nennen sich verdammt viele Japaner so. Watashi ist nämlich eines der vielen japanischen Wörter für “ich”. So wirklich aufmerksam kann der Literaturkritiker Ulf Heise das Buch wohl nicht gelesen haben, sonst hätte er wahrscheinlich bemerkt, dass ganz einfach aus der Ich-Perspektive erzählt wird.
In meiner alten Suhrkamp-Taschenbuchausgabe erklärt einer der beiden Übersetzer, dass im Original der Held in den “Wunderland-Kapiteln” des zweigeteilten Romans sich (förmlich und höflich) als “Watakushi” bezeichnet, in den “Ende der Welt-Kapiteln” als “Boku” und sein Schatten als “Ore” (beides vertrauliche Formen, die nur von Männern verwendet werden). Also nüscht mit “Watashi”…
Da allerdings der Übersetzer mit der in der neuen DuMont-Ausgabe angewandten neuen Rechtschreibung nichts zu tun und seinen Namen nicht damit in Zusammenhang gebracht haben wollte (das interessanteste, was aus dieser Buch-Vorstellung zu erfahren war), ist dieses informative Nachwort höchstwahrscheinlich hier nicht mehr enthalten. Ich frag mich, wie er der Literaturkritiker auf die neutrale Ich-Form “Watashi” kam. Bei meinem nächsten Buchladenbesuch werde ich mal einen Blick in die neue DuMont-Ausgabe werfen. Vielleicht steht das da ja so drin? Wurde das etwa gleich mit der neuen Rechtschreibung da reingemogelt?
Auch schön fand ich, wie Herr Heise meinte, der Roman habe für ihn fast was mit Musik zu tun… vielleicht sollte dem Mann mal jemand sagen, dass der Professor für japanische Literatur Jay Rubin ein ganzes Buch geschrieben hat mit dem Titel “Haruki Murakami and the Music of Words”. Außerdem sind Songtitel und Schallplatten in Murakamis Romanen ungefähr genauso präsent wie eigentlich eklige Sandwichs, die einem trotzallem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen und russische Literaturklassiker.

Meine Zustimmung findet die Rezension in der Zeit mit der schönen Unterüberschrift “Warum »Hard-boiled Wonderland und Das Ende der Welt« Haruki Murakamis bester Roman ist” und auch der schon fünf Jahre auf dem Buckel habende Artikel in der De:Bug.

Auf jeden Fall ist in diesem Roman alles Murakami-typische in Bestform enthalten: der Held, der in die schrägsten Dinge hineingezogen wird ohne sich auch nur im Geringsten ernsthaft darüber zu wundern, geheimnisvolle Frauen, das Essen, die Musik, die Bücher, die geniale Balance zwischen Trash und Poesie.
Eigentlich bräuchte man keinen weiteren Murakami-Roman mehr lesen. Würde er einen nicht so wahnsinnig süchtig nach mehr Murakami machen! Am Besten gleich Norwegian Wood/Naokos Lächeln hinterher, oder doch lieber Kafka am Strand…

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Pramoedya Ananta Toer http://wasabi.maccorama.de/2006/05/12/pramoedya-ananta-toer/ http://wasabi.maccorama.de/2006/05/12/pramoedya-ananta-toer/#comments Fri, 12 May 2006 10:39:27 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2006/05/12/pramoedya-ananta-toer/ Der wohl bekannteste indonesische Autor Pramoedya Ananta Toer ist am 30. April 2006 in Jakarta verstorben. Er wurde 81 Jahre alt. Zu den wichtigsten und meist übersetzten seiner Werke zählt die Tetralogie, die er auf der Gefängnisinsel Buru schrieb. Sie umfasst die Romane “Garten der Menschheit” (Bumi Manusia), “Kind aller Völker” (Anak Semua Bangsa), “Spur der Schritte” (Jejak Langkah) und “Haus aus Glas” (Rumah Kacah). Über seine 14 Jahre währende Haftzeit auf Buru berichtete er eindrucksvoll in “Stilles Lied eines Stummen” (Nyanyi sunyi seorang bisu). Unter Suharto waren von 1981 an Pramoedyas Bücher in Indonesien verboten und er verbrachte viele Jahre unter “Stadtarrest”, ohne dass ihm je ein Prozess gemacht gemacht wurde.
Einige Studenten, die heimlich Prams (wie er meist genannt wurde) Bücher in Yogyakarta verkauft hatten, landeten im Gefängnis, andere sollen sogar gefoltert worden sein, da sie ihn zu einem Gespräch in ihrer Uni in Jakarta eingeladen hatten.
Zu der Verleihung des philippinischen Magsaysay-Preises, der häufig als Asiens Nobelpreis bezeichnet wird, ließ ihn die indonesische Regierung 1995 nicht nach Manila reisen.
Allerdings war der im Ausland so hochgeschätzte Pramoedya, der auch für den Literaturnobelpreis im Gespräch war, unter indonesischen Schriftstellern und Intellektuellen umstritten. Gegen die Verleihung des Magsaysay-Preises schrieben diese eine Protesterklärung, in welcher sie ihm vorwarfen, zu Zeiten Präsident Sukarnos nicht-kommunistische Künstler verunglimpft und gar die Verbrennung ihrer Werke gutgeheißen zu haben.
Er selbst wehrte sich gegen diese Vorwürfe, indem er darauf bestand, er habe nur eine öffentliche Diskussion in Gang setzen wollen.
Unumstritten unter indonesischen und ausländischen Literaturkennern sind seine Leistungen auf literarischem Gebiet. Einen Überblick über diese, sowie Links zu Interviews, Artikel, Essays, Rezensionen von, mit und über Pramoedya Ananta Toer findet sich hier.
Auch lesenswert ist der Artikel in der New York Times zu seinem Tod.

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Ham wa nich! oder: Moderne Literatur aus Kambodscha http://wasabi.maccorama.de/2006/05/11/ham-wa-nich-oder-moderne-literatur-aus-kambodscha/ http://wasabi.maccorama.de/2006/05/11/ham-wa-nich-oder-moderne-literatur-aus-kambodscha/#comments Thu, 11 May 2006 11:36:25 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2006/05/11/ham-wa-nich-oder-moderne-literatur-aus-kambodscha/ In der Zeit findet sich ein interessanter Artikel über die zeitgenössische kambodschanische Literatur.
Beziehungsweise darüber, dass es diese kaum gibt, erst recht nicht in Übersetzung. Wie in vielen Ländern Südostasiens erscheint das meiste nur in kurzlebigen Groschenheftchen oder als Fortsetzungsroman in Zeitungen.
Ich weiß nur von einer Anthologie, die im Artikel auch erwähnt wird: “In the Shadow of Angkor: New Writing from Cambodia and Cambodian Americans”, zusammengestellt von den Amerikanern Frank Stewart und Sharon May.
Auch die Anthropologin und Kambodscha-Expertin Judy Ledgerwood schreibt in ihrer kleinen Abhandlung über kambodschanische Literatur hauptsächlich von klassischen Werken. Kein Wunder, sind doch circa 80% aller Bücher und Manuskripte zu Zeiten Pol Pots und der Khmer Rouge vernichtet und fast die gesamte gebildete Bevölkerung ermordet oder vertrieben worden. In der Zeit nach 1979 fehlte also nicht nur das Geld für Reprints und Neuerscheinungen, sondern auch schlichtweg die Menschen, die in der Lage waren Khmer zu lesen und zu schreiben.
Bleibt zu hoffen, dass sich heute, gut eine Generation später, wieder eine lesende Öffentlichkeit in Kambodscha entwickeln kann, die Schriftstellern eine Lebensgrundlage bietet. So dass Werke entstehen können, die es zu einer Übersetzung bringen…

Der empfohlene Artikel aus der Zeit ist übrigens der letzte Teil einer sehr lesenswerten Serie namens Khmer Route von Susanne Mayer, die in Phnom Penh Journalistik unterrichtet.

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Ayu Utami oder: wie man in Indonesien einen Skandal verursacht http://wasabi.maccorama.de/2006/02/11/ayu-utami/ http://wasabi.maccorama.de/2006/02/11/ayu-utami/#comments Sat, 11 Feb 2006 19:31:02 +0000 Julia http://wasabi.maccorama.de/2006/02/11/ayu-utami/ Dass der Roman “Saman” von Ayu Utami etwas Besonderes ist, lässt sich schon daran erkennen, dass er nach “nur” sieben Jahren seit seiner Erstveröffentlichung auf indonesisch, nun auch auf englisch erhältlich ist. Somit ist es eines der aktuellsten Werke südostasiatischer Literatur, das in englischer Übersetzung vorliegt.
Ein weiteres Indiz ist, dass “Saman” sich in Indonesien, einem Land das nicht gerade für hohe Buchverkaufszahlen bekannt ist, mehr als 100 000 mal verkauft hat.
Wie in vielen Ländern Südostasiens erscheint die meiste Literatur als von Fortsetzungsromanen in Zeitungen und Magazinen und wird herzlich wenig in Buchform verkauft.
Hinzu kommt, dass dieser Roman und seine Autorin in Indonesien sehr heiß diskutiert wurden und über die Landesgrenzen hinaus Interesse erweckte. So war Ayu Utami schon 2001 auf Lesereise in Deutschland und der Schweiz, sowie gleich zweimal hintereinander 2003 und 2004 beim Internationalen Literaturfestival in Berlin zu Gast.
Was ist also dran an diesem keine 200 Seiten umfassenden Buch und hat es diese ganze Aufmerksamkeit überhaupt verdient?

Was wohl den lautesten Aufschrei hervorgerufen hat, erkennt die Sorte Leser am schnellsten, die die Gewohnheit hat zuerst die letzte Seite einer Geschichte zu lesen, um zu kucken ob es sich überhaupt lohnt alles zu lesen. “Saman” endet nämlich mit den Worten: “Rape me.” Unschwer zu erkennen schreibt Ayu Utami recht ausführlich und direkt über das tatsächlich und in der Phantasie stattfindende Liebesleben ihrer Protagonisten.
Das mag, erst recht aus der Feder einer jungen, attraktiven Frau (Ayu Utami soll wohl auch mal gemodelt haben) vielerorts ein Tabubruch sein, mich haut das allein nicht wirklich vom Hocker.
Pikanter wird es zwar dadurch, dass die Hauptperson Wisanggeni, bevor er wegen politischer Verfolgung untertaucht und den Namen Saman annimmt, katholischer Pfarrer ist, doch weiß er sich bis zur Niederlegung seines Amtes zusammenzureißen und geht erst später eine Beziehung mit der verheirateten Yasmin ein.
Zu erwähnen sei hierbei, dass Ayu Utami selbst der christlichen Minderheit im bevölkerungsreichsten islamischen Land der Welt angehört und sie eben auch über das Zusammenleben dieser beiden Religionen in Indonesien schreibt. Doch ist das meiner Meinung nach im Roman eher nebensächlich, auch wenn viele Buchkritiker nicht müde wurden, das besonders hervorzuheben.
Interessant finde ich vor allem Wisanggenis/Samans Geschichte. Die Passage über seine Kindheit in einem kleinen Ort auf Süd-Sumatra, in einem Haus mit Garten, der an den geheimnisvoll-faszinierenden und zugleich unheilbringenden Dschungel grenzt ist beeindruckend schön geschrieben und voller Spannung.
Zwischen Traum und Albtraum schwanken diese Kindheitserinnerungen, die an den Magischen Realismus, wie er zum Beispiel aus der Südamerikanischen Literatur etwa von Gabriel Garcia Marquez bekannt ist, erinnern. Albtraum vorallem, weil die jüngeren Geschwister Wisanggenis kurz vor oder nach der Geburt sterben, bzw auf mysteriöse Art aus dem Bauch der Mutter verschwinden. Nur Wisanggeni weiß, dass sie von einer dunklen Macht aus dem Dschungel, mit der die geheimnisvolle Mutter in Kontakt zu stehen scheint, geraubt wurden.
Als er zwanzig Jahre später in diesen Ort seiner Kindheit als Pfarrer zurückkehrt, trifft er auf ein eigenartiges im Dschungel verschwindendes Mädchen, in dem er erst seine von der bösen Macht besessene Schwester wiederzuerkennen glaubt. Doch von diesem Moment an bleibt der Roman bei den “harten realistischen Fakten” und es stellt sich heraus, dass sie die geistig behinderte Tochter einer Transmigranten-Familie ist, die in der Nähe Kautschukfelder bewirtschaftet. Fasziniert von dem Mädchen beschließt Wisanggeni den Bauern zu helfen und schafft es nicht nur die Lebensbedingungen des Mädchens, sondern auch ihrer Familie und deren Nachbarn zu verbessern. Doch schon bald kommt er ins Fadenkreuz großer Unternehmen, die das Land der Kautschukbauern ergattern und sie schamlos ausnutzen wollen. Das Unglück nimmt seinen Lauf, aber mehr soll hier nicht veraten werden…

In diesem Teil des Romans werden auf literarisch sehr gelungene Weise (so gut, dass manch einer sogar bezweifelte, dass “Saman” wirklich von der noch so jungen und bis dahin schriftstellerisch nicht in Erscheinung getretenen Ayu Utami verfasst wurde) brisante Themen des heutigen Indonesiens angesprochen. Noch nicht aufgearbeitete Probleme aus der beim ersten Erscheinen des Buches gerade zu Ende gegangenen Suharto-Ära genauso, wie gesellschaftliche Probleme früheren Ursprungs, wie z.B. der Rassismus gegenüber Indonesiern chinesischer Abstammung werden von der auch abseits von der Literatur politisch engagierten Autorin angeprangert.

Doch der Roman hat mehrere Hauptpersonen: erzählt wird auch von den vier Freundinnen, die Wisanggeni/Saman zur Flucht außer Landes verhelfen. Doch ihre Geschichten erschienen mir blasser und ihre Probleme teilweise etwas aufgesetzt, aber das mag Geschmackssache sein. Andere Rezensionen halten wiederum die männlichen Charaktere für einen Schwachpunkt des Romans.

In jedem Kapitel wird aus der Perspektive einer anderen Person erzählt und die letzten beiden Kapitel bestehen aus Briefen und Emails. Einen Auszug aus “Saman”, in dem eine der vier Freundinnen mit dem aus der klassischen indischen Literatur bekannten Namen Shakuntala zu Wort kommt, kann man hier lesen.
Hier wiederum ermöglicht ein, sogar ins Deutsche übersetztes Fragment einen Einblick in die neue, bisher komplett nur auf indonesisch und niederländisch erschienene Fortsetzung von “Saman” mit dem Titel “Larung” , des als Trilogie angedachten Werkes.

Ich bin gespannt auf mehr, auch wenn ich “Saman” nicht als rundum gelungenes Meisterwerk bezeichnen würde, so ist der Roman doch auf jeden Fall trotzdem noch sehr lesenswert.
Und der Skandal, für den Ayu Utami mit ihrem Werk gesorgt hat, zeigt dass viele angesprochene Probleme in Indonesien noch bei weitem nicht gelöst sind, sonst würde mit mehr Gelassenheit an Sexszenen und Phantasien sowie die aufgezeigten politischen und sozialen Ungerechtigkeiten reagiert werden.
Und was man davon zu halten hat, dass die, wohl deswegen sichtlich genervte Autorin auf ihrer Lesereise in Deutschland immer wieder nur die erotischen Abschnitte vorlesen sollte, sei mal dahingestellt…

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